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kfz-unfallapp.de: Die digitale Unfallakte — jetzt auch für KI-Assistenten

Struktur statt Chaos: Beweise sichern, Schaden melden, unabhängige Profis beauftragen — alles in einer Akte. Über die MCP-Schnittstelle kann ein KI-Assistent diese Schritte direkt ausführen, statt nur darüber zu reden.

kfz-unfallapp.de – digitale Unfallakte mit MCP-Schnittstelle
Von Samy Hamideh — Kfz-Sachverständiger (DESAG), Entwickler und Betreiber der Plattform | Stand Juli 2026

Nach einem Verkehrsunfall herrschen Stress und Zeitdruck. Genau in diesen ersten Minuten entstehen die Fehler, die später zu gekürzten Zahlungen führen: unvollständige Fotos, fehlende Daten zum Unfallgegner, widersprüchliche Angaben auf durchweichten Papierformularen.

kfz-unfallapp.de ist die Plattform, auf der die digitale Unfallakte läuft — betrieben von unabhängigen Kfz-Profis als jeweils eigene Instanz. Gutachter, Anwälte und Werkstätten übernehmen Fälle darüber strukturiert, kommunizieren mit dem Geschädigten und verwalten alle Dokumente an einem Ort.

Was die Plattform leistet
  • Digitale Akte: Fotos, Hergang und Dokumente an einem Ort — jederzeit für alle Beteiligten abrufbar
  • Rollenbasierter Chat: vertrauliche Kommunikation mit Gutachter und Anwalt, voneinander getrennt
  • Digitale Signatur: Auftrag und Mandat rechtssicher am Smartphone
  • Live-Status: Benachrichtigung bei jedem Fortschritt — kein Nachfragen nötig
  • Geführte Fotoerfassung: Anleitungen für vollständige, verwertbare Aufnahmen statt zufälliger Schnappschüsse
  • QR-Datenaustausch am Unfallort: Der Unfallgegner trägt seine Daten selbst ein — kein Abtippen, kein Schuldeingeständnis
Warum getrennte Instanzen

Jeder Betrieb arbeitet in einer eigenen Instanz mit eigenen Daten. Das ist der Unterschied zu zentralen Schadenmanagement-Systemen der Versicherer, bei denen alle Fälle in einer Hand zusammenlaufen — mit der bekannten Steuerungswirkung. Mehr zur Schadensteuerung →

Die MCP-Schnittstelle: wenn der Assistent handelt statt nur zu antworten

MCP steht für Model Context Protocol — einen offenen Standard, über den KI-Assistenten auf externe Werkzeuge zugreifen können. Der Server von kfz-unfallapp.de macht die Funktionen der Unfallakte darüber verfügbar.

Der praktische Unterschied: Ein gewöhnlicher Chatbot gibt Ihnen eine Checkliste. Ein Assistent mit dieser Anbindung legt die Akte tatsächlich an, trägt Ihre Angaben ein und schlägt geprüfte Profis aus Ihrer Region vor — im selben Gespräch.

FunktionWas dabei passiert
Notfall-Assistent startenFür den Moment direkt nach dem Unfall: Sicherheitscheckliste, Notruf-Button, GPS-Erfassung des Unfallorts und ein QR-Code, über den der Unfallgegner seine Daten selbst einträgt — ohne Zettel, ohne Schuldeingeständnis.
Unfallakte anlegenErzeugt die Akte und verschickt die Zugangsdaten. Das Passwort wird nie im Chat genannt, sondern ausschließlich per E-Mail übermittelt.
Unfalldaten ergänzenHergang, Schuldfrage, Gegnerdaten, Zeugen, Unfallort und Verletzungen werden strukturiert eingetragen — sichtbar für alle Beteiligten statt verstreut im Chatverlauf.
Partner-Netzwerk anzeigenVerifizierte Anbieter aus fünf Branchen mit echten Bewertungen: Sachverständige, Anwälte, Werkstätten, Abschleppdienste, Mietwagen.
Mandatierung vorbereitenErzeugt ausschließlich einen einmaligen Signaturlink. Die rechtsverbindliche Unterschrift leisten Sie selbst im Browser — niemals die KI
Aktenstatus abfragenReiner Lesezugriff: Schuldfrage, zugewiesener Gutachter oder Anwalt, Stand der Signatur.
Status der offiziellen Integration

Die Schnittstelle wurde in Tests mit ChatGPT und Claude erfolgreich erprobt — von der Aktenanlage über die strukturierte Datenerfassung bis zur Vermittlung.

Die offiziellen Integrationsanträge sind eingereicht; über die Freigabe entscheiden die jeweiligen Anbieter. Bis dahin lässt sich der Server über die Entwickler- beziehungsweise Connector-Funktionen der Assistenten einbinden.

Stand Juli 2026: Anträge eingereicht, Freigabe ausstehend. Es besteht derzeit keine offizielle Partnerschaft mit OpenAI oder Anthropic. Genannte Produktnamen sind Marken der jeweiligen Inhaber.
Die Grenzen sind eingebaut, nicht nur versprochen

Eine KI, die Vorgänge auslöst, braucht harte Grenzen. Diese sind im Server selbst hinterlegt — nicht als Bitte an das Modell, sondern als Konstruktionsprinzip:

🔒 Was die KI ausdrücklich nicht darf:

Keine Unterschrift. Die Mandatierung erzeugt nur einen einmaligen Link. Unterschrieben wird ausschließlich vom Menschen im Browser.
Keine Schadensbewertung. Die Höhe des Schadens ermittelt der Sachverständige nach persönlicher Besichtigung — nicht der Assistent, nicht anhand von Fotos.
Kein Passwort im Chat. Zugangsdaten gehen ausschließlich per E-Mail an die vom Nutzer angegebene Adresse.
Keine erfundene E-Mail-Adresse. Ohne echte Angabe des Nutzers wird keine Akte angelegt.
Keine erfundenen Vollzugsmeldungen. Ein Vorgang gilt erst als erledigt, wenn er tatsächlich ausgeführt wurde.
Zugriffsschutz 🔐 OAuth und Mandantentrennung

Der Zugang ist über OAuth abgesichert und einem konkreten Betrieb zugeordnet. Kein Betrieb sieht die Akten eines anderen.

Nachvollziehbarkeit 📋 Protokoll und Aufrufgrenze

Jeder Aufruf wird mit Akte, Funktion und Ergebnis protokolliert und unterliegt einer stündlichen Begrenzung je Funktion. Es ist jederzeit nachvollziehbar, welcher Vorgang wann ausgelöst wurde.

Damit bleibt die Arbeitsteilung klar: Die Schnittstelle beschleunigt Erfassung und Vermittlung. Die fachliche Bewertung bleibt beim Sachverständigen.

Warum diese Grenzen nicht freiwillig sind

Dass KI-Einsatz bei Gutachten klare Grenzen braucht, ist keine Selbstverpflichtung — die Rechtsprechung hat den Rahmen inzwischen abgesteckt. Eine Entscheidung aus dem Jahr 2025 ist dabei besonders deutlich:

Vergütungsfestsetzung · gerichtliches Verfahren LG Darmstadt — Az. 19 O 527/16 Beschluss vom 10. November 2025 · 19. Zivilkammer · Rechtsgrundlagen: §407a ZPO, §8a Abs. 2 JVEG
Ein gerichtlich bestellter Sachverständiger muss sein Gutachten persönlich erstellen. Setzt er in erheblichem Umfang KI ein, ohne dies offenzulegen, kann seine Vergütung auf 0,00 € festgesetzt werden.
Sachverhalt

Ein als Sachverständiger bestellter Mediziner reichte ein Gutachten ein und rechnete rund 2.375 € ab. Das Gericht setzte die Vergütung auf 0,00 € fest: Der KI-Einsatz war nicht offengelegt — und die Patientin war nicht einmal untersucht worden.

⚖️ Was die Entscheidung besagt — und was nicht

Entscheidend war nicht der KI-Einsatz an sich, sondern die fehlende Offenlegung. Die Pflicht zur persönlichen Gutachtenerstellung nach §407a ZPO verlangt, dem Gericht anzuzeigen, wenn nicht der Sachverständige selbst den Auftrag bearbeitet. KI-Unterstützung ist damit nicht per se unzulässig — sie unterliegt aber Transparenzpflichten.

Zur Reichweite: Es handelt sich um eine Vergütungsfestsetzung im gerichtlichen Verfahren nach JVEG, nicht um eine Entscheidung zur Erstattungsfähigkeit eines privaten Schadengutachtens gegenüber einer Haftpflichtversicherung. Der zugrunde liegende Fall betraf zudem ein medizinisches Gutachten.

LG Darmstadt, Beschluss vom 10.11.2025, Az. 19 O 527/16 · §407a ZPO (persönliche Gutachtenerstellung) · §8a Abs. 2 JVEG (Vergütungskürzung bei unbrauchbarer Leistung)
Das übertragbare Prinzip — zweimal dasselbe Muster

Zwei Gerichte, zwei Verfahrensarten, ein gemeinsamer Nenner: persönliche Leistung, Transparenz und eigene Inaugenscheinnahme.

In Darmstadt fehlte die Untersuchung der Patientin. In Bremen fehlte die Besichtigung des Fahrzeugs. Beide Male war das ein tragender Grund. Genau deshalb ist die Besichtigung bei uns kein optionaler Schritt — und genau deshalb bewertet die Schnittstelle keinen Schaden. Zur Bremer Entscheidung →

So sieht das in der Praxis aus
1
Sie schildern den Unfall im Chat

Auch vage: „Unfall gestern Abend. Was tun?" Der Assistent erkennt die Situation und bietet an, die Akte anzulegen — statt nur eine allgemeine Checkliste auszugeben.

2
Sie geben Ihre E-Mail-Adresse an

Die Akte wird angelegt und erhält eine Aktennummer. Die Zugangsdaten gehen unmittelbar per E-Mail an Sie — das Passwort erscheint nicht im Chat.

3
Der Assistent fragt strukturiert nach

Schuldfrage, Verletzte, Unfallort, Hergang, Kennzeichen des Gegners. Ihre Antworten landen direkt in der Akte, nicht nur im Gesprächsverlauf.

4
Profis werden vorgeschlagen — Sie entscheiden

Verifizierte Sachverständige, Anwälte und Werkstätten aus Ihrer Region. Für die Beauftragung erhalten Sie einen Signaturlink — unterschreiben tun Sie selbst.

5
Der Sachverständige besichtigt das Fahrzeug

Der digitale Teil endet hier. Das Gutachten entsteht nach der persönlichen Besichtigung — dabei ändert die Schnittstelle nichts.

Für Kfz-Profis: eigene Instanz statt Versicherungsplattform

Die Plattform ist mandantenfähig: Jeder Betrieb betreibt seine eigene Instanz mit eigener Domain, eigenem Branding und eigenen Daten — Details und Zugang unter kfz-unfallapp.de. Sie ist ausdrücklich als Gegenmodell zur Schadensteuerung konzipiert.

  • Fünf Berufsgruppen: Kfz-Sachverständige, Verkehrsrechtsanwälte, Werkstätten, Abschleppdienste, Mietwagenanbieter
  • Digitale Mandatierung mit rechtssicherer Signatur durch den Mandanten
  • Rollenbasierte Sichtbarkeit — jeder Beteiligte sieht nur, was für seine Rolle erforderlich ist
  • Anbindung an das Verzeichnis LOCAL PRO für die regionale Vermittlung
Keine Beteiligung am Gutachtenhonorar

Werkstätten und Partner sind über die Plattform angebunden, ohne am Gutachtenhonorar beteiligt zu werden. Nach der Bremer Entscheidung zu Online-Gutachten ist das ein relevanter Unterschied — Honorarbeteiligungsmodelle bergen für die empfehlende Werkstatt ein Haftungsrisiko. Zur Einordnung →

Unfall gehabt? Akte anlegen in 2 Minuten.

Drei Angaben genügen. Bei Fremdverschulden entstehen Ihnen keine Kosten — Gutachten, Anwalt und Mietwagen trägt die gegnerische Versicherung.

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Zur Plattform kfz-unfallapp.de öffnen Digitale Unfallakte · Instanzen für Kfz-Profis · MCP-Schnittstelle → Externe Seite
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Kostenlos starten Unfallakte jetzt anlegen Keine App, kein Account · Besichtigungstermin folgt · 0 € Vorkasse → Zum Formular
Häufige Fragen zur Plattform und zur MCP-Schnittstelle
FWas ist der MCP-Server von kfz-unfallapp.de?

MCP steht für Model Context Protocol — einen offenen Standard, über den KI-Assistenten auf externe Werkzeuge zugreifen können. Der Server stellt sechs Funktionen bereit:

  • Notfall-Assistent für den Moment direkt nach dem Unfall
  • Unfallakte anlegen
  • Unfalldaten strukturiert ergänzen
  • Verifizierte Dienstleister aus fünf Branchen anzeigen
  • Mandatierung vorbereiten (Signaturlink)
  • Aktenstatus abfragen (reiner Lesezugriff)
Der Unterschied zu einem gewöhnlichen Chatbot: Der Assistent löst tatsächliche Vorgänge aus, statt nur Informationen wiederzugeben.
FKann eine KI damit einen Auftrag rechtsverbindlich unterschreiben?

Nein — und das ist bewusst so konstruiert. Die Funktion zur Mandatierung erzeugt ausschließlich einen kurzlebigen, einmaligen Link zur Signaturseite.

Die rechtsverbindliche Unterschrift leisten Sie selbst im Browser. Der Assistent kann den Link übermitteln und erklären — er kann nicht an Ihrer Stelle unterzeichnen.
Ebenso wenig nimmt er eine Bewertung des Schadens vor: Diese erfolgt durch den Sachverständigen nach persönlicher Besichtigung.
FWie werden Zugangsdaten geschützt?

Beim Anlegen der Akte wird ein Zugangspasswort erzeugt und ausschließlich per E-Mail an die angegebene Adresse verschickt. Es wird nie im Chatverlauf genannt — auch nicht auf Nachfrage.

  • Zugriff auf die Schnittstelle über OAuth, einem konkreten Betrieb zugeordnet
  • Jeder Aufruf wird mit Akte, Funktion und Ergebnis protokolliert
  • Stündliche Aufrufbegrenzung je Funktion
FWelche Daten werden über die Schnittstelle erfasst?

Erfasst wird, was für die Schadenabwicklung erforderlich ist:

  • Zur Person: Name, Telefon, E-Mail, eigenes Kennzeichen
  • Zum Unfall: Hergang in eigenen Worten, Schuldfrage, Verletzte, Unfallort und -datum
  • Zum Fahrzeug: Eigentum, Finanzierung oder Leasing
  • Zur Gegenseite: Name, Kennzeichen, Versicherung
  • Weiteres: Rechtsschutzversicherung, Zeugen
Die Angaben liegen zentral in der Akte und sind für die Beteiligten einsehbar — statt verstreut im Chatverlauf zu bleiben.
FIst die Schnittstelle offiziell in ChatGPT oder Claude integriert?

Die Schnittstelle wurde in Tests mit ChatGPT und Claude erfolgreich erprobt. Die offiziellen Integrationsanträge sind eingereicht; über die Freigabe entscheiden die jeweiligen Anbieter.

Eine offizielle Partnerschaft mit OpenAI oder Anthropic besteht derzeit nicht. Bis zu einer Freigabe lässt sich der Server über die Entwickler- beziehungsweise Connector-Funktionen der Assistenten einbinden.
FWas hat das LG Darmstadt zum KI-Einsatz bei Gutachten entschieden?

Das LG Darmstadt hat mit Beschluss vom 10.11.2025 (Az. 19 O 527/16) die Vergütung eines gerichtlich bestellten Sachverständigen auf 0,00 € festgesetzt. Er hatte sein Gutachten in erheblichem Umfang mit KI erstellt, ohne dies offenzulegen — und die zu begutachtende Person nicht untersucht.

Entscheidend war nicht der KI-Einsatz an sich, sondern die fehlende Offenlegung: Nach §407a ZPO muss der Sachverständige anzeigen, wenn nicht er selbst den Auftrag bearbeitet.
Zur Reichweite: Es handelt sich um eine Vergütungsfestsetzung im gerichtlichen Verfahren nach JVEG — nicht um eine Entscheidung zur Erstattungsfähigkeit eines privaten Schadengutachtens gegenüber einer Haftpflichtversicherung.
FWas kostet die Nutzung für Unfallgeschädigte?

Für Unfallgeschädigte ist die Nutzung kostenfrei.

Bei einem unverschuldeten Unfall trägt die gegnerische Haftpflichtversicherung nach §249 BGB die Kosten der beauftragten Dienstleister — Sachverständiger, Anwalt und Mietwagen beziehungsweise Nutzungsausfall.
Bei einem Kaskoschaden richtet sich die Kostenübernahme nach den Versicherungsbedingungen.
Alle Szenarien der Kostenübernahme →